
Feuchtgebiet... Meerbusch *Herrenbusch* , Buersbach, Weichholzaue, Erlenbruchwald im Bereich einer vor Jahrhunderten verlandeten Rheinschlinge, Altrhein
Im hinteren Bereich des Herrenbusch zwischen Meerbusch Lank Latum und Ossum, nahe dem Buersbach, liegt der vermutliche schönste und interessanteste Teilabschnitt der sumpfigen Bruchwälder, die im Bereich eines vor Jahrhunderten verlandeten Rheinarmes die letzte Verlandungsstufe stellen (Endstadium der Verlandung). Bruchwälder brauchen nasse Standorte mit ganzjährig hohen Grundwasserständen. Einen Teil des Jahres sollten sie überflutet und von lang anhaltender Staunässe geprägt sein. Bruchwälder, die als Lebensraum vieler seltener Arten von hohem Wert sind, sollten daher auch nicht entwässert werden. Zudem prägen sie das Landschaftsbild und übernehmen auch für den regionalen Wasserhaushalt wichtige Funktionen. Der wirtschaftliche Nutzen solcher Bruchwaldgebiete bestand in früheren Zeiten in erster Linie in der Brennholzversorgung. Die Bäume, meist Schwarzerlen, wurden dazu "auf Stock gesetzt", d.h. sie wurden nah am Boden, direkt über der Wurzel abgeschlagen . Durch den anschließenden Austrieb aus dem Stumpf stellte sich eine vielstämmige Wuchsform ohne Hauptstamm ein, so dass in regelmäßigen Intervallen von 10 bis 20 Jahren erneut Stangenholz oder kleinere Stämme gewonnen werden konnten. Heutzutage ist die wirtschaftliche Bedeutung von Bruchwäldern dagegen nur gering: Wegen der nassen Standorte ist eine maschinelle Holzernte mit Befahrung durch Forstmaschinen (fast) nicht möglich (zumindest nicht mit gutem Gewissen...). Ohne Beeinträchtigung des Bruchwaldes ist eine Befahrung nur denkbar, wenn langer Dauerfrost den Boden soweit gefrieren lässt, dass das Fahrzeug nicht mehr einsinken kann. Bei den kontinuierlich steigenden Temperaturen im Klimawandel sind solche Wetterlagen in Mitteleuropa aber extrem selten geworden und meist auch nicht planbar. Mögliche Alternative wäre die Holzernte mit Seilverfahren, die zwar teurer ist, aber Beschädigungen der Biotope bei sorgfältiger Arbeit weitgehend vermeiden könnte und daher definitiv vorzuziehen wäre. |
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Bild-ID: |
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Name des Albums: | Landschaften / Impressionen |
Schlagwörter: | Herrenbusch Buersbach Latumer Bruch Lanker Bruch Struemper Bruch Bruchwald Sumpf Sumpfwald Auwald Ilvericher Altrheinschlinge Altrheinschlinge verlandet verlandeter Altrhein Biotop Naturwald Niederrhein Rhein-Kreis Neuss Lank-Latum Meerbusch Struemp Rheinland Nordrhein-Westfalen NRW alle Bilder sumpfig nass feucht hohes Grundwasser Querformat Fruehjahr Maerz |
Technik: | Nikon FX, 24-70/2.8, ISO 200, f 8.0, 1/200 Sek. |
Fotograf: | Ralf Kistowski |
Aufnahmesituation: | ND |
Ansichten: | 423 |
aus Bildreihe: | unterwegs im Bruchwald bei Meerbusch Lank-Latum, Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen |
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